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Schulbau Malawi - Annelie und Wilfried Stascheit beschließen 208.430 Euro für den Weiterbau zur Verfügung zu stellen.

In 2017 hat die Community begonnen, einen Schulblock mit 2 Klassenzimmern zu bauen. Das Gebäude wurde allerdings nicht fertig gestellt. 2020 hat der TA (Traditional Authority) Chauma die Welthungerhilfe angeschrieben und um Unterstützung beim Aufbau der Schule gebeten.

Mitte Juni 2021 hat die Welthungerhilfe den Vertrag mit der Selbst.Los! Kulturstiftung unterschrieben, die sich verpflichtet hat, die in Chilanga die Sekundarschule für über 100 Kinder weiterzubauen. 

Ein Schulhaus für die Sekundarstufe in Malawi

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Wenig entwickelte Agrarproduktion, Binnenlage, Klima, (noch) keine Bodenschätze, koloniale Erblasten, mangelnde Bildung erklären die Problemlage. Trotz des Aufbaus einer demokratischen Struktur und Fortschritten im Aufbau von Wirtschaft und Infrastruktur erschweren elementare Probleme wie zu wenig Schulgebäude und zu wenig gut ausgebildete Lehrpersonen Jugendlichen höhere Schulabschlüsse.

In Malawi wird heute fast jedes Kind eingeschult aber nahezu die Hälfte bricht die Schule während der 8-jährigen Grundschulzeit ab weil ihre Lebensbedingungen oder das Schulumfeld es nicht zulassen. So haben momentan nur wenige Jugendliche die Möglichkeit die weiterführende Secondary School zu besuchen. Diese dauert vier Jahre und ist kostenpflichtig. Wer diese Schule abschließt, erhält das Malawi School Certificate of Education (MSCE abgekürzt). Das berechtigt zu einem dreijährigen Studium, das allerdings kostenpflichtig ist. Es gibt staatliche und private sehr teure Universitäten.

Warum wir den Bau einer Sekundarschule in Malawi unterstützen?

Schülerinnen und Schüler gehen zur Schule, weil sie lernen möchten. Nur haben sie in vielen Schulzimmern nicht genügend Platz. Bis zu fünf Kinder teilen sich ein Pult. Viele sitzen am Boden oder lernen im Freien. Wenn es regnet, kann dann gar kein Unterricht stattfinden. In einem Klassenzimmer sitzen oftmals 100 Kinder.

Der Rahmen für das Lernen in den öffentlichen Sekundarschulen ist limitiert:  Die Schulen müssen die meisten Ausgaben selbst tragen, denn von der Regierung können sie nur notdürftig unterstützt werden. Zusätzlich fließen Hilfsgelder zumeist eher an Grundschulen, was nicht falsch ist aber die meisten Sekundarschulen sich selbst überlassen. Die besser ausgestatteten Privatschulen befinden sich meistens in der Stadt und sind für die Landbevölkerung unerschwinglich.

Endlich kann der Unterricht anfangen!

2023 - 2025
2023 können die ersten SchülerInnen der Sekundarstufe ihr neues Schulgebäude beziehen. Zusammen mit der Welthungerhilfe wurde der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Dazu gehörten Toiletten für Mädchen und Jungen, ein kleiner Verwaltungstrakt, Lehrerzimmer mit Bibliothek und Medienraum. Auch die Wasserversorgung ist gesichert, der Brunnen ist gebohrt und funktioniert, nur leider zu weit weg: Es fehlten also noch Leitungen, Pumpen und Speicher sowie die Energieversorgung durch eine Fotovoltaikanlage. Mit dem Bau und Abschluss der ersten Phase wurde die Schule von der Bildungsabteilung der Region Mitte als betriebsbereit bestätigt. 
Im September 2025 ist der vierte und letzte Jahrgang dazu kommen, ab dann ist es eine fast full secondary school. 

Das Laborhaus ist fertig!

2026 Erweiterung der Secondary School

Damit die Schule die Voraussetzungen für die offizielle Anerkennung als Secondary School erfüllt und künftig eigene Abschlussprüfungen durchführen kann, war der Bau eines schuleigenen Labors erforderlich. Die Schüler:innen können nun naturwissenschaftliche Zusammenhänge nicht nur theoretisch lernen, sondern selbst erforschen und praktische Erfahrungen machen.

Das Laborhaus wurde 2026 fertiggestellt. Die Selbst.Los! Kulturstiftung ermöglichte den Bau mit 58.430 Euro und trägt damit wesentlich dazu bei, den Schüler:innen vor Ort bessere Lernbedingungen und neue Bildungschancen zu ermöglichen.

Projektträger und Partner vor Ort ist die Welthungerhilfe