Zum Hauptinhalt springen

Schulbau Malawi

In 2017 hat die Community begonnen, einen Schulblock mit 2 Klassenzimmern zu bauen. Das Gebäude wurde allerdings nicht fertig gestellt. Vor 2 Jahren hat der TA (Traditional Authority) Chauma die Welthungerhilfe angeschrieben und um Unterstützung beim Aufbau der Schule gebeten.

Mitte Juni 2021 hat die Welthungerhilfe den Vertrag mit der Selbst.Los! Kulturstiftung unterschrieben, die sich verpflichtet hat, die in Chilanga die Sekundarschule für über 100 Kinder weiterzubauen.

Ein Schulhaus für die Sekundarstufe in Malawi

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt. Wenig entwickelte Agrarproduktion, Binnenlage, Klima, (noch) keine Bodenschätze, koloniale Erblasten, mangelnde Bildung erklären die Problemlage. Trotz des Aufbaus einer demokratischen Struktur und Fortschritten im Aufbau von Wirtschaft und Infrastruktur erschweren elementare Probleme wie zu wenig Schulgebäude und zu wenig gut ausgebildete Lehrpersonen Jugendlichen höhere Schulabschlüsse.

In Malawi wird heute fast jedes Kind eingeschult aber nahezu die Hälfte bricht die Schule während der 8-jährigen Grundschulzeit ab weil ihre Lebensbedingungen oder das Schulumfeld es nicht zulassen. So haben momentan nur wenige Jugendliche die Möglichkeit die weiterführende Secondary School zu besuchen. Diese dauert vier Jahre und ist kostenpflichtig. Wer diese Schule abschließt, erhält das Malawi School Certificate of Education (MSCE abgekürzt). Das berechtigt zu einem dreijährigen Studium, das allerdings kostenpflichtig ist. Es gibt staatliche und private sehr teure Universitäten.

Warum wir den Bau einer Sekundarschule in Malawi unterstützen?

Schülerinnen und Schüler gehen zur Schule, weil sie lernen möchten. Nur haben sie in vielen Schulzimmern nicht genügend Platz. Bis zu fünf Kinder teilen sich ein Pult. Viele sitzen am Boden oder lernen im Freien. Wenn es regnet, kann dann gar kein Unterricht stattfinden. In einem Klassenzimmer sitzen oftmals 100 Kinder.

Der Rahmen für das Lernen in den öffentlichen Sekundarschulen ist limitiert:  Die Schulen müssen die meisten Ausgaben selbst tragen, denn von der Regierung können sie nur notdürftig unterstützt werden. Zusätzlich fließen Hilfsgelder zumeist eher an Grundschulen, was nicht falsch ist aber die meisten Sekundarschulen sich selbst überlassen. Die besser ausgestatteten Privatschulen befinden sich meistens in der Stadt und sind für die Landbevölkerung unerschwinglich.

Die Schule in Chilanga

Im Juli 2019 wandte sich der Rat der Ältesten der T/A Chauma an die Welthungerhilfe mit der Bitte, sie bei dem Aufbau einer Sekundarschule im Dorf Chilanga zu unterstützen. Chilanga liegt in der Region Chauma, etwa 50 km südlich von der Hauptstadt Lilongwe. Es handelt sich um eine typisch ländliche Region. Dort gibt es sieben Grundschulen und eine Sekundarschule, die aber nur von rund 20% der Grundschulabsolventen besucht wird. Für die anderen Kinder liegt diese Schule zu weit entfernt. Den Familien fehlen oft die Mittel, um ihre Kinder zur weiterführenden Schule befördern zu lassen oder das Internat zu zahlen. Die Dorfbevölkerung hat vor über zwei Jahren mit dem Bau des ersten Schulblocks mit zwei Klassenzimmern in Eigenregie begonnen. Die Fertigstellung sollte jedoch durch professionelle Hände erfolgen, erstens um die technische Sicherheit zu garantieren und den staatlichen Bauvorschriften und den Anforderungen an eine weiterführende Schule zu genügen.

Die Selbst.Los! - Kulturstiftung finanziert den Bau der Schule mit 150.000 EUR

  • Fertigstellung von 1 Schulblock mit 2 Klassenräumen und Lehrerzimmer
  • 100 Einzel-Schulbänke für Schüler; Tische und Stühle für Lehrer
  • Bau eines Brunnens, inkl. Schulung eines Brunnen-Komitees in Wartung und Instandhaltung
  • Bau von Toiletten für Mädchen inkl. Waschraum, für Jungs, sowie für Lehrerinnen und Lehrer
  • Bau von einem Verwaltungsgebäude und Laboratorium
  • Erste Ausstattung des Laboratoriums
  • Solaranlagen für beide Gebäude